Energiesparmaßnahmen im Haushalt

Energiesparlampe

Die Staatengemeinschaft musste in Bezug auf die vereinbarten Klimaschutzziele letzte Woche einen schweren Schlag hinnehmen: Kanada ist aus dem Kyoto-Protokoll ausgetreten, da es die hohen Strafzahlungen bei Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte fürchtet. So mancher dürfte bei dieser Meldung nur den Kopf geschüttelt und sich gefragt haben, wie ernst manche Länder den Klimawandel und mit ihm den nötigen Klimaschutz überhaupt nehmen. Wenn Länder wie Kanada, aber vor allem auch die großen Klimasünder USA und China aus dem Protokoll austreten oder erst gar nicht dabei sind, wie soll der Klimaschutz dann gelingen und der CO-2 Ausstoß verringert werden?

Doch so groß mitunter das Unverständnis gegenüber Kanadas Schritt sein mag, so sehr sollte sich jeder selbst an die Nase fassen und überlegen, wie man selbst die Umwelt schonen und damit etwas zum Klimaschutz beitragen kann. Ein wesentlicher Schritt liegt hierbei in der Einsparung von Energie. Denn durch Energieeinsparung muss weniger Energie bereitgestellt werden, was Ressourcen schont und die Umweltbelastung vermindert. Und dies ist eben nicht nur für Unternehmen relevant und umzusetzen, sondern sollte auch in jedem Privathaushalt bedacht werden. Denn in Deutschland beträgt der Energieverbrauch durch private Haushalte 30%.

Doch wo und wie kann man selbst Energie einsparen? Darüber herrscht tatsächlich oft große Unklarheit. Die Menschen wollen zwar gerne bewusster und nachhaltiger leben, doch wie sie dies bewerkstelligen können, ist oft nicht ganz klar.

Ein wesentlicher Punkt ist die Anschaffung von energiesparenden Haushaltsgeräten bzw. der Austausch alter Energieschlucker. Vor allem alte Wasch- und Spülmaschinen, der Kühlschrank oder Trockner sind oft Energiefallen, also ihr Energieverbrauch ist deutlich höher als der Nutzen (Waschleistung, Kühlung usw.). Damit man beim Kauf neuer Geräte aber weiß, welche tatsächlich energiesparsam sind, gibt es die (neu überarbeitete) EU-Energieverbrauchskennzeichnung. Diese informiert anhand einer einfachen Grafik über die jeweilige Einstufung des Geräts und dienst somit als optimale Vergleichsmöglichkeit zwischen verschiedenen Produkten. Generell sollte man darauf achten, dass die Geräte alle in der Klasse A gekauft werden. Darüber hinaus sollte man wissen, dass man durch regelmäßige Geräteprüfungen auch die Energieeffizienz steigern bzw. bewahren kann.

Eine andere und bei vielen eher unbeliebte Möglichkeit des Energiesparens besteht in der Installation energiesparender Lampen. Seit September 2009 wurden Schritt für Schritt die alten und ineffizienten Glühbirnen vom Markt genommen und durch jeweilige Energiesparlampen ersetzt. Bei den Verbrauchern kam dieser Schritt nicht so gut an, was teilweise zu Hamstereinkäufen von alten Glühbirnen sorgte. Oft genannte Nachteile der Energiesparlampen sind nämlich ihr kaltes, eher unnatürliches Licht und auch die lange Zeitspanne, bis die Lampen in vollem Licht erstrahlen.

Weitere einfache aber oft vernachlässigte Tipps zum Energiesparen wären: alle Standby-Geräte an eine Steckerleiste zu schließen, die man ausschalten kann; unbenutzte Räume nicht heizen und generell nicht zu stark heizen; duschen anstatt baden; unnötiges Vorheizen beim Backofen vermeiden usw.

Bildquelle: Thorben Wengert  / pixelio.de, CC BY-SA 2.0

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Sag uns deine Meinung!

*