Berlin startet E-Stadtlogistik Projekt

modelregionen elektromobilität

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Deutschlands Verbraucher begegnen dem Thema Elektromobilität durchaus aufgeschlossen, wie Umfragen immer wieder ergeben. Das ist ein gutes Signal für die Autoindustrie.

Doch auch die Bundesregierung bemüht sich, das Thema voranzutreiben. Daher werden in Deutschland in acht Modellregionen Projekte zum Ausbau und der Marktvorbereitung von Elektromobiltät durchgeführt. Darunter sind Hamburg, Bremen/Oldenburg, Sachsen, Rhein-Rhur, Rhein-Main, Stuttgart und München/Allgäu sowie Berlin/Potsdam. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert diese Projekte mit insgesamt 130 Millionen Euro, die dem Konjunkturpaket ll entstammen. In Berlin wurde jetzt das Projekt E-Stadtlogistik gestartet.

Getestet werden soll bei diesem Projekt aber nicht der Einsatz von Personenkraftwagen für den Otto-Normalverbraucher, sondern vielmehr gewerbliche Fahrzeuge wie Lieferwagen von Post- und Kurierdiensten. Das Ziel ist die Demonstration der Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen im städtischen Lieferverkehr und sich daraus ergebend eine klimaneutrale Auslieferung von Kurier-, Express- und Paketsendungen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesverkehrsministerium, das Gelder in Höhe von 1,3 Millionen Euro zuschießt. Projektteilnehmer sind die Deutsche Post (DHL), die Spedition Meyer & Meyer und die Fraunhofer-Gesellschaft, die in zwei Feldversuchen insgesamt 27 Millionen Euro aufwenden wollen.

Der Vorteil in der Nutzung von Elektrofahrzeugen in diesem Gewerbe liegt auf der Hand: die Fahrzeuge legen im Laufe eines Arbeitstages in der Regel nur kurze Strecken zurück, sodass die Reichweite von etwa 100 km eines üblichen Elektrowagens ausreichend sein sollte, um durch den Tag zu kommen. Am Abend oder zwischen den Ausfahrten können die Lieferwagen dann an die Steckdose gehängt werden, um die Akkus wieder aufzuladen. Der immer noch häufig angeführte Kritikpunkt der geringen Reichweite von Elektroautos kann hier also nicht gelten. Anders als Benzin- oder Dieselfahrzeuge stößt ein Elektrofahrzeug jedoch keine Emissionen aus, die die Stadtluft verpesten, zu Feinstaubproblemen führen und die Umwelt belasten. Gerade in städtischen Gebieten, in denen es zu häufigen Stopps an Ampeln und Kreuzungen kommt und Staus den Verkehr immer wieder ausbremsen, könnte der Einsatz von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antriebsformen die Zukunft bedeuten.

Für längere Strecken müssen die Reichweiten von Elektrofahrzeugen gewiss noch deutlich verbessert werden; doch ist es durchaus denkbar, dass Autos mit Verbrennungsmotoren früher oder später aus den Innenstädten ganz verbannt werden.

Ein wichtiger Schritt in eine zukunfsweisende Klimapolitik, sonst werden unsere Städte und nicht nur diese bald ähnlich Formen annehemen wie in grausigen Utopien wie Crysis 2. Solche Projekte sollten viel schneller und flächdeckender eingeführt werden wie bisher.

Quelle: cleanthinking.de & auto-basar.com

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