Der Trend geht auch im Investitionssektor in Richtung Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Investieren statt Rohstoffhandel

Das Vertrauen seitens Verbrauchern gegenüber Banken hat seit der Finanzkrise 2008 sehr gelitten. Vor allem stört den Verbraucher die rücksichtslosen, meist ausschliesslich aus Profitgier gelenkten Geschäftsgebaren von Großbanken, die selbst vor Hungersnöten und schliesslich auch Menschenleben nicht Halt machen.

Zocken mit Rohstoffen

Viele Verbraucher wenden sich deswegen bewusst von den großen Banken ab. Kein Wunder, wo Banken, wie die Deutsche Bank, aktiv die Zockerei mit Rohstoffen bewerben. Die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen treibt die Nahrungsmittelpreise in die Höhe. Nach dem Platzen der „Dotcom-Blase“ haben Banken spekulative Rohstoffe-Papiere forciert und massiv beworben. Sie gelten als sichere Anlage, da das Angebot begrenzt ist und die Nachfrage angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung zunimmt. Foodwatch spricht in seinem aktuellen Report von den „Hungermachern“ („Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Lebensmitteln spekulieren“) und belegt, wie pervers der Handel auf internationalen Rohstoffbörsen läuft.

Nachhaltiges Investieren

Es gibt allerdings auch Banken mit nachhaltigen Geschäftsgebaren, die nicht nur auf Gewinnmaximierung und Manager-Boni abzielen, sondern ein Wenig mithelfen möchten, die Welt zu verändern. Für immer mehr Kunden spielt die Geschäftsausrichtung der Banken eine entscheidende Rolle. Banken, die ihre Investitionen auf Nachhaltigkeit setzen. Der Trend hin zum nachhaltigen Investieren ist dasselbe wie beispielsweise mit den Öko-Supermärkten und -produkten und es zeigt Eines ganz deutlich: eine zunehmende Anzahl meist besser verdienender Menschen ist bereit, für nachhaltige Geschäftspolitik derjenigen Unternehmen, deren Kunden Sie sind und sein wollen, mehr Geld zu zahlen, als für ein vergleichbares anderes Produkt.

Ein Beispiel für nachhaltiges Investieren ist der Oikocredit
Oikocredit ist eine Organisation für Menschen, die ihr Geld ethisch sinnvoll und sozial verantwortlich investieren möchten. Mit einer Anlage bei Oikocredit engagieren sich Anleger für eine gerechtere Welt. Der Oikocredit unterstützt Mikrofinanzinstitutionen, Genossenschaften und kleinere Unternehmen in armen Ländern durch faire Geldanlagen für faire Darlehen. Sowohl Kreditnehmer als auch Anleger profitieren hiervon. Mit einer Geldanlage leistet ein Investor einen wirkungsvollen Beitrag zur Armutsbekämpfung, z.B. durch Investitionen in nachhaltige Projekte.

Auch Banken, wie die DKB, INGdiba und Comdirekt denken darüber nach, nachhaltige Finanzprodukte anzubieten.

Foto: CC Andreas Rabending / flickr

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