Elektroroller im Test: Die Testsieger im Überblick

Elektroroller

Neben den oft diskutierten Elektroautos, die langsam aber sicher von immer mehr Automobilherstellern entwickelt und mehr oder weniger erfolgreich verkauft werden, wächst auch der Markt für Elektroroller. Zahlreiche Hersteller bauen bereits die umweltfreundlichen Roller, die vor allem im Stadtverkehr eine interessante Alternative zum Auto oder der Fahrt mit Bus und Bahn darstellen. Denn die Elektroroller haben alle Vorteile der normal mit Benzin betriebenen Modelle, also keine Parkplatzprobleme und wendiges Fahren in überfüllten Straßen, und darüber hinaus noch mehr: so produzieren Elektroroller natürlich keine umweltschädlichen Abgase und fahren vor allem auch sehr leise. Doch welche Elektroroller sind besonders zu empfehlen?

In einem umfangreichen Test vom ADAC wurden drei Elektroroller bzw. Elektromotorräder genauer unter die Lupe genommen. Im Folgenden sollen die Ergebnisse dieses Test näher vorgestellt werden und als Hilfe und Orientierung dienen, wenn es um die Auswahl des besten Elektrorollers geht.

Verglichen wurden in dem Test diese Modelle:

  • Zero DS
  • Vectrix VX-1 LI+
  • QvR VR One

Elektroroller Testsieger – Kategorie Reichweite

Die Reichweite ist und bleibt ein kritisches Thema, sei es bei Elektroautos als auch bei Elektrorollern. Denn die Batterien haben meist nicht genügend „Saft“, um das Fahrzeug über eine längere Strecke zu bringen, vor allem, wenn es gleichzeitig noch kalt ist und man andere Stromfresser wie das Licht in Betrieb hat. Die Reichweite eines Elektrorollers ist also ein wesentlicher Faktor, den es zu vergleichen gilt. Hierbei konnte zwischen den drei genannten Modellen vor allem der Vectric VX-1 LI+ überzeugen. Denn mit einer Reichweite von bis zu 120 Kilometern liegt dieser Elektroroller deutlich über den Werten der anderen beiden Modellen, die auf ca. 65 Kilometer (Zero DS) bzw. 46 bis 65 Kilometer (QvR VR One in unterschiedlichen Fahrprogrammen) kommen.

Elektroroller Testsieger – Kategorie Ladezeit

Neben der Reichweite ist vor allem auch die Auflade-Zeit der Batterie ein wesentliches Kriterium. Diese gibt schließlich an, wie schnell man wieder mobil ist, wenn die Batterie komplett leer gefahren wurde. Bei den drei Rollern konnte in dieser Kategorie sowohl der Vectrix als auch der QvR mit 6 Stunden Ladezeit überzeugen. Der Zero DS benötigt hingegen 9 Stunden zur vollständigen Aufladung.

Elektroroller Testsieger – Kategorie Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit eines Elektrorollers ist zwar in meinen Augen eher uninteressant, da ich damit sowieso hauptsächlich in der Stadt unterwegs sein werde, aber spielt für andere sicher eine wesentliche Rolle. In dieser Kategorie konnte der Zero DS vollauf überzeugen und als Testsieger hervorgehen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h hängt dieses Modell die anderen beiden Elektrozweiräder gerade so (Vectrix VX-1 mit 110 km/h Spitze) und locker (QvR VR One mit 90 km/h Spitze) ab.

Elektroroller Testsieger – Kategorie Kaufpreis

Ein großer Kritikpunkt, der mit ausschlaggebend dafür ist, dass bisher so gut wie keine Elektroautos gekauft wurden, sind neben der meist geringen Reichweite der Fahrzeuge vor allem  die hohen Anschaffungskosten. Diese schrecken viele Fahrzeughalter zurück, auch wenn man langfristig gesehen sicher eine Menge sparen kann, da die hohen Tankpreise wegfallen. Auch die Elektroroller sind da leider keine Ausnahme, wie der Vergleich der drei getesteten Roller zeigt. Denn alle drei liegen mit ihrem Kaufpreis noch sehr hoch. Der QvR VR One ist mit 7.599 Euro noch vergleichsweise günstig, aber trotzdem noch hoch im Vergleich zu anderen Rollern. Deutlich tiefer muss man noch beim Vectrix VX-1 in die Tasche greifen, dieser kostet 11.999 Euro. Der Zero DS ist mit 13.995 Euro mit Abstand der teuerste der drei Modelle.

Bei solch stolzen Preisen überlegt man es sich sicher zwei Mal, ob man einen umweltfreundlichen, dafür reichweitenschwachen Elektroroller oder einen gebrauchten Kleinwagen kauft. Um den Verkauf der Elektroautos und auch Elektroroller etwas anzukurbeln und diese für Käufer attraktiver zu machen, wäre es meiner Meinung nach sicher sinnvoll, die Preise etwas zu senken oder zumindest staatliche Subventionen zu gewähren.

Übrigens hatte der ADAC bereits im Jahr 2010 einen umfangreichen Elektroroller Test durchgeführt. Verglichen wurden damals 7 verschiedene Modelle in den Kategorien Anschaffungs-Preis, Unterhaltskosten, Komfort, Sicherheit, Antrieb und Fahreigenschaften. Als Testsieger kürte der ADAC den „e-sprit Silenzo“ von WMI mit dem Testurteil gut (2,4). Der zweite Platz ging ganz knapp an den „InnoScooter EM 2500 Lithium“ von Haug & Luithle, ebenfalls mit dem Testurteil gut (2,5). Der e-sprit Silenzio konnte die Tester vor allem durch die hohe Reichweite von ca. 70 Kilometer, die Motorenleistung und Höchstgeschwindigkeit überzeugen. Aber auch die komfortable Fahreigenschaft konnte diesen Roller gegenüber seinen Konkurrenten abgrenzen.

Bildquelle: stadtbottrop / flickr, CC BY-SA 2.0

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