Das Elektroauto Loremo EV wird von der Loremo AG aus Marl hergestellt und soll ab 2011 die Straßen schmücken. Das zumindest hat sich der Vorstand des Unternehmens zum Ziel gesetzt. In Wahrheit ist fraglich, ob das Auto überhaupt irgendwann einmal in Serienproduktion geht.
Der Name des Autos setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben für “Low Resistance Mobile” und könnte damit stellvertretend für die Probleme (Resistance = Widerstand) stehen, die dem Unternehmen entgegenschlagen.
Bereits seit Jahren kündigt der Hersteller den Verkaufsstart des weißen Elektroautos an, hat die Produktion jedoch immer wieder nach hinten verschoben. Grund dafür waren zahlreiche technische und finanzielle Schwierigkeiten, Rückzüge von Investoren und mehrere Wechsel in der Chefetage des Unternehmens. Zudem fehle es an einem Marketing- und Vertriebskonzeptes.
Das Auto sieht aber eigentlich ganz schick aus. Es bietet Platz für zwei Erwachsene Personen. Zudem können im hinteren Teil des Wagens zwei Kinder mit dem Rücken zur Fahrtrichtung Platz nehmen. Der Elektroflitzer kann dank seines Leichtbaus immerhin 140 km/h erreichen. Wie weit das weiße Auto mit einer Batterieladung kommt, ist dagegen noch nicht bekannt. Der Preis soll laut Vorstellung der Loremo AG bei 30.000 Euro und damit im gehobenen Mittelfeld für ein Elektroauto liegen.

Laut Medienberichten sollen bis Juli 2010 lediglich ein Showcar ohne Motor und Fahrwerk sowie ein funktionstüchtiger Prototyp existieren. Letzterer soll sich derzeit jedoch nicht in Besitz der Loremo AG befinden, sondern in einer Werkstatt stehen, die das Fahrzeug als Pfand für unbezahlte Rechnungen behält. Die Loremo AG ist also nicht nur pleite; zu allem Überfluss soll das Konzept für den Loremo noch längst nicht ausgereift sein.
In ihrem eigenen Blog hat die Loremo AG angekündigt, dass das Unternehmen seinen Standort in Marl aufgrund eines “kontinuierlich ungünstiger werdenden Kosten/Nutzenverhältnisses” schließen wird und stattdessen eine Alternative in Nordrheinwestfalen suchen will.
Es soll jedoch auch einen neuen “seriösen Investor aus Asien” geben, mit dem “rechtskräftige Verträge abgeschlossen [wurden], die den gewünschten Entwicklungs-Prozess bis zur Serienfähigkeit gewährleisten werden”. Für die Entwicklungstätigkeiten wurde im Bayerischen Cadolzburg zudem eine neue Betriebsstätte eröffnet. Das Problem ist nur, dass dieser neue Investor die vereinbarten Zahlungsziele bisher nicht einhalten konnte. Daher bemüht sich die Loremo AG derzeit die “restlichen ca. 20.000 Aktien der Kapitalerhöhung in 2009″ abzuschließen. Auf der Hauptversammlung in 2010 solld ann eine erneute Kapitalerhöhung angestrebt werden um damit die “Serienproduktion zu finanzieren und voranzutreiben.”
Zwar wurde kürzlich ein Video von einer erfolgreichen Testfahrt des Loremos veröffentlicht, wann und ob der Loremo EV irgendwann einmal produziert wird, ist aber höchst fraglich. Wir bleiben auf jeden Fall dran und werden hier berichten.
Weiterführende Informationen: ubergrun.de.



30.000 Euro?! ein Witz! vor 1nem Jahr waren es noch 15.000 Euro!
Total überzogen! ein so kleines Auto so teuer?? wo bleibt denn da der Spar-Effekt??
wohl nur, dass es umwelttechnisch besser ist (ein guter Grund, zugegeben!) Besser jemand ANDERS hätte dieses Auto in die Welt gerufen. Jemand, der auch fähig ist, es zu bauen und die finanziellen Mittel aufbringt… Seit 2009 (oder sogar schon 2008) präsentiert Loremo den neuen E-Wagen stolz auf ihrer HP – mat hat schon das Gefühl gehabt den Wagen zu besitzen… eine gelungene Webside… aber das war’s auch schon. Ein Traum zerplatzt wie Seifenblasen!