Nationale Plattform soll Elektromobilität in Deutschland vorantreiben

Nationale Plattform soll Elektromobilität in Deutschland vorantreiben

Bundeskanzlerin Merkel und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung haben bereits Anfang Mai auf dem Elektromobilitäts-Gipfel gemeinsam eine neue Initiative, die “Nationale Plattform Elektromobilität” (NPE) ins Leben gerufen. Die Nationale Plattform Elektromobilität hat es sich zum Ziel gesetzt hat, Deutschland bis 2020 zum führenden Anbieter der Elektromobilität zu machen. Bereits letzte Woche haben sich die
verschiedenen Arbeitsgruppen bestehend aus Vertreten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie getroffen und die Arbeit aufgenommen. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba, sagte anlässlich der ersten Sitzung: “Wir beschäftigen uns nicht mit einer abstrakten Technologiefrage. Im Kern geht es darum, wie das Verkehrssystem der Zukunft aussehen soll. Das ist ein technologischer Kraftakt und ein Paradigmenwechsel, der nicht über Nacht und nicht von einzelnen Akteuren alleine in Gang gesetzt werden kann. Wir haben deshalb mit der Gründung der Nationalen Plattform den Schulterschluss mit Vertretern aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Verbraucherverbänden organisiert.”

Insgesamt besteht die Nationale Plattform Elektromobilität aus sieben Arbeitsgruppen, die konkrete Vorschläge zur Erreichung der Ziele erarbeiten sollen. Konkret handelt es sich um folgende Arbeitsgruppen: AG Antriebstechnologie, AG Batterietechnologie, AG Ladeinfrastruktur und Netzintegration, AG Normung, Standardisierung und Zertifizierung, AG Materialien und Recycling, AG Nachwuchs und Qualifizierung und AG Rahmenbedingungen.

Die Nationale Plattform Elektromobilität will bereits im November erste Ergebnisse ihrer Arbeit vorlegen.

Insgesamt ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Elektromobilität nach dem Elektroauto-Gipfel einen Rückschlag hinnehmen musste: Deutsche Autobauer können wegen des Kredits für Griechenland nun doch nicht auf Subventionen in Höhe von 500 Millionen Euro hoffen. Mit diesen Fördermitteln sollte ein rascher Ausbau der Elektromobilindustrie angestrebt und bis 2020 etwa eine Millionen Elektroautos aus deutscher Produktion auf die Straßen gebracht werden. Das zumindest war das erklärte Ziel von Vertretern der Regierung und der Automobilindustrie. Bleibt zu hoffen, dass die Arbeitsergebnisse der Nationalen Plattform Elektromobilität auch wirklich etwas bewirken und nicht aufgrund von Geldmangel wieder in den Schubladen der Ministerien verstauben.

via: cleanthinking.de, golem.de

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